
Der Pizzabackofen bleibt auch dann warm, wenn die Tür geöffnet wird
Wer schon einmal einen Pizzabackofen benutzt hat, kennt das Problem: Jedes Mal, wenn man die Tür öffnet, um eine Pizza hineinzulegen, verschwindet eine enorme Menge an Wärme aus dem Ofen. Wenn der Ofen nicht sofort wieder auf die richtige Temperatur kommt, ist das Problem groß – die Kruste der Pizza wird nicht richtig knusprig, der Käse bleibt blass – und man hat die perfekte Pizza verloren.
Deshalb verwenden wir 800-Watt-Infrarotheizgeräte. Der Vorteil dieser Heizgeräte ist, dass sie keine Zeit damit verschwenden, die Luft im Ofen zu erhitzen. Die Energie wird direkt an das Essen weitergeleitet – das ist schnell und effizient.
Leistung ist gut – aber Kontrolle ist besser
800 Watt Leistung ist ein guter Anfang – doch reine Wärme kann problematisch sein. Wenn man die Heizung zu stark einstellt, können die Ränder der Pizza verbrennen. Um dies zu vermeiden, verwenden wir ein geschlossenes PID-System. Man kann sich das wie ein „Gehirn“ vorstellen, das ständig den Ofen überwacht. Sobald der Sensor eine Temperaturänderung durch das Öffnen der Tür feststellt, schaltet der Controller die Infrarotlampe auf höchste Leistung, um die Differenz auszugleichen. Das Ergebnis: Die Temperatur bleibt konstant – ohne Schwankungen.
Der Kompromiss: Leistung versus Bruchanfälligkeit
Wir verwenden Quarzkörper für diese Heizgeräte – schließlich können sie den „thermischen Schock“ bei plötzlichem Wechsel von Kälte zu großer Hitze aushalten. Doch Quarz ist bruchanfällig. Wenn jemand versehentlich gegen die Lampe stößt oder Fett direkt auf die heißen Bauteile tropft, kann die Lampe zerbrechen oder es entstehen „heiße Punkte“, die den Glühfaden zerstören. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewicht – man muss dafür sorgen, dass die Lampen geschützt sind, damit sie während der täglichen Reinigung keinen Schaden erleiden.
Die Elektronik muss stimmen
Damit das Ganze langfristig funktioniert, braucht man saubere Stromversorgung. Spannungsspitzen sind hier ein Problem – sie können die Glühfäden viel schneller zerstören, als eigentlich nötig wäre. Wir verzichten außerdem auf herkömmliche mechanische Schalter und nutzen stattdessen Solid-State-Relais. Da das System ständig zwischen An- und Ausschalten wechselt, um die perfekte Temperatur zu halten, möchte man keine mechanischen Schalter verwenden – diese würden sonst schnell kaputtgehen. Solid-State-Relais hingegen können diesen schnellen Wechsel problemlos bewältigen.